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Tontechnik-Seminar

Autor: Manuel | Datum: 22 Juli 2013, 18:40 | Kommentare deaktiviert

Im Rundbrief habe ich ja schon angekündigt, dass ein Tontechnik-Seminar ansteht. Letztes Wochenende war es dann so weit: 13 Teilnehmer aus 9 Gemeinden unserer Region wurden eingeladen – und es sind auch alle gekommen!

Warum habe ich dieses Seminar eigentlich gemacht? Ich bin von der Tontechnik, die ich hier in Ruanda erlebt habe gar nicht überzeugt. Ich kann mich nicht an einen einzigen Gottesdienst erinnern, in dem der Tontechniker einen passablen Sound erzeugt hat und besondere Tiefpunkte waren für mich das Taize-Treffen letztes Jahr (8000 Menschen – ich habe einen professionellen Tontechniker erwartet!) und letzte Woche ein Kinobesuch (das einzige Kino Ruandas – und man musste sich zwischendurch fast die Ohren zuhalten, wegen der Equalization). Um es konkret zu machen gibt es verhältnismäßig oft Rückkopplungen und Clipping, und die Equalizer werden meist auf eine Weise benutzt, die ich fatal finde.

Darius und ich erklären die Benutzung eines Mischpults.

Das Seminar ging über zwei Tage (Freitag-Samstag) und wir hatten eine richtig gute technische Ausstattung: 4mal Mischpult/Mikros/Boxen und einen Beamer. Ich wurde die gesamte Zeit übersetzt, weil nur wenige der Teilnehmer Englisch sprachen.

Was waren denn die Themen? Ursprünglich sollte sich das Seminar vor allem um die Mischpultbedienung drehen, aber ich habe mich im Voraus mit einem anderen deutschen Tontechniker (Martin) getroffen – das hat mir klar gemacht, dass ich die gesamte Tontechnik in den Blick nehmen muss. Darum haben wir angefangen mit Mischpultbenutzung und Tonproblemen (Rückkopplung & Clipping) und sind außerdem auf das Aufstellen und Verbinden der Boxen, MIkrofonbenutzung (Haltung + Position), Sicherheit und Kabel eingegangen. Die Teilnehmer waren sehr unterschiedlich erfahren – machen haben noch nie ein Mischpult bedient, andere schon Jahre – was es eine große Herausforderung gemacht hat, niemanden zu langweilen. Aber ich glaube, das ist uns gelungen.

Es hat mich in den letzten Wochen sehr eingespannt, alles vorzubereiten. Aber es hat sich voll und ganz gelohnt, so viel Mühe hinein zu stecken – die Rückmeldungen der Teilnehmer am Samstag waren durchweg positiv. Deswegen hoffe ich, Wissen weitergegeben zu haben, aus denen sich in den nächsten Jahren eine Menge entwickeln kann.

Das ganze Seminar wäre aber nie möglich gewesen ohne die Unterstützung von ganz schön vielen Menschen, denen ich hiermit danken möchte: Die Anglikanische Kirche (insbesondere meinem Bischof Nathan, Pastor Lambert und Manager Honore) hat Betten und Geld zur Verfügung gestellt und sich um die Einladungen gekümmert. Drei Freunde aus der Gemeinde, Darius, Jean-Blaise und Norbert, haben mir beim Vorbereiten und Durchführen sehr geholfen – und sie haben als Übersetzer einen großen Beitrag zum Erfolg geleistet! Mein Wissen hätte ich nie lernen oder weitergeben können, ohne die Hilfe vom deutschen Clueso-Tontechniker Martin und dem Australier Tim. Murakoze cyane, Thanks a lot und vielen Dank!

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