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„… erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür!“

Autor: Manuel | Datum: 28 Dezember 2012, 13:39 | Kommentare deaktiviert

Am Heiligabend sind Freddy und Mona (VEM) und die Mitbewohnerinnen von Mona, Wibke und Maria, vorbeigekommen.

v.l.: Wibke, Mona, Maria, Freddy. Das war am Heiligabend, im Vordergrund sieht man unseren wunderbar gedeckten Tisch, den Adventskranz und ein paar Kekse

                v.l.: Wibke, Mona, Maria, Freddy

Wir haben dann gemeinsam (deutsch) gekocht, während Freddy alles weihnachtlich gestaltet hat.

Unser Festessen: Links Salat, oben Kartoffelbrei, rechts Erbsen&Möhren, unten Fleisch.

Als Hauptgericht gab es Salat (mit Salatblättern, Ei und Mais!), Kartoffelbrei, Erbsen&Möhren und Fleisch. Dann haben wir uns Glühwein selbst gemacht und uns als Nachtisch Bratäpfel (aus der Pfanne) mit Vanillepudding gegönnt – und dazu nen Kakao. Fast alles davon waren echt besondere Sachen hier für Ruanda

Danach gab´s die Bescherung, denn wir hatten z.T. Geschenke zugeschickt bekommen und uns gegenseitig etwas vorbereitet. Und wir haben ein paar Weihnachtslieder gesungen.

Insgesamt war dieser Abend also ein „ganz normaler deutscher“ Weihnachtsabend (wobei wir viel improvisieren mussten), das erste Mal, dass ich mich so richtig weihnachtlich gefühlt habe! Meine japanischen Mitbewohnerinnen fanden das ganze übrigens „sehr beeindruckend“, wie wir gefeiert, gesungen und geschmückt haben.

Der 25. ist für Ruander wichtiger, dort feiert (~zusammen essen) man als Familie und lädt eventuell ein paar Menschen ein. Ich hatte mich mit Patrick und Théogène verabredet, zwei guten Freunden von mir, um Berliner zu machen. Beide haben noch einen Freund mitgebracht:

Das war unsere Runde am ersten Feiertag, mit denen ich echt viel Spaß hatte. V.l.: Ich, Patrick, Koreanerin (Namen leider vergessen, zu kompliziert), Théogène, Fred

 

v.l.: Ich, Patrick, Koreanerin (Namen leider vergessen, zu kompliziert…), Théogène, Fred

 

Es war das erste Mal, dass ich Berliner gemacht habe, deswegen sind die auch nicht 100%ig gelungen, aber es sei wohl lecker gewesen und ich konnte das ganze durch Kekse, Lebkuchen, Stollen (!), Vanillepudding und Weihnachtstee ergänzen – also wieder sehr deutsch ;)

Stollen, Berliner, Adventskranz, Kekse und Vanillepudding

Es war ein echt witziger Tag!

Um mein Weihnachten, die Stimmung und Temperatur, etc. widerzuspiegeln eignet sich dieses Foto wohl am besten, geschossen am 8.12. in Kubuye (Danke an Simon für die Karte!):

Advent in Kibuye - am 8.12.2012 (Danke Simon für die Karte ;)

In diesem Sinne wünsch ich euch nen guten Rutsch in ein erlebnisreiches Jahr 2013. Von meiner Zeit hier ist jetzt übrigens schon 1/3 vorbei, es bleiben „nur noch“ 8 Monate! Vielen Dank, dass ihr mich die Zeit über begleitet habt!

 

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt!...??

Autor: Manuel | Datum: 27 Dezember 2012, 14:45 | Kommentare deaktiviert

Bevor ich im August ausgereist bin konnte ich schon Schokoweihnachtsmänner einkaufen. Als ich hier Anfang Dezember durch die Läden gegangen bin gab es rein gar nichts Weihnachtliches. Ich hab mir dann meinen eigenen, deutschen Advent gemacht:

Zuerst musste ein Adventskranz her. Mama hat mir das zum Glück die letzten Jahre beigebracht, von daher konnte ich improvisieren. So sah das Schmuckstück am Ende dann aus:

Mein selbstgemachter Adventskranz aus Bananenblättern (das braune) und einer grünen Pflanze, deren Namen ich nicht weiß.

Freddy hat sich zwar spaßeshalber beschwert, dass es ja gar nicht nach Tannennadeln riecht (leider hatte sie recht^^), aber es ist glaube ich der einzige Adventskranz in ganz Butare, vielleicht sogar in ganz Ruanda, von daher war mir das egal Wink

Mit der Adventsdeko wurde ich sehr aus Deutschland überrascht, vielen Dank an Familie und Freunde fürs Zuschicken! Darunter waren z.B. 2 Schokoadventskalender, ein „Lebensmittel-Adventskalender“ (u.a. Lebkuchen, Spekulatius, Stollen, Wurst…), Strohsterne und noch mehr Schokolade – von daher musste ich gar nicht mal auf den ganzen Luxus verzichten, vielen Dank nochmal!

Ergänzt habe ich die ganzen importierten Sachen dann durch (in der Pfanne gebratene) Plätzchen und gebrannte Erdnüsse (statt Mandeln. Echt einfach!). Bei den Plätzchen habe ich leider im einen Teig Hirse- statt Weizenmehl benutzt. Ich wusste nicht mal, dass es das gibt… Hat aber trotzdem geschmeckt. Das ist am Ende dabei rum gekommen:

Das ist mein

 

mein "Ofen"

 

(hier die Kekse, kann sie irgendwie nicht einfügen:) http://manuel.vem-freiwillige.de/resource/58/4789

Um mich rum war aber selbst in der letzten Woche vor Weihnachten kaum was Weihnachtliches zu spüren: Es gab ab dem dritten Advent ca. drei Weihnachtsbäume aus Plastik in den Luxusläden und in zwei Läden rote Kugeln zum Schmücken – das wars!

Mit diesen kommerziellen Schmuck- und Esssachen habe ich aber auch gar nicht gerechnet. Stattdessen habe ich aber mit viel mehr spirituellem gerechnet. Es wird ja von vielen in Deutschland gesagt: „Eigentlich bin ich immer nur Weihnachten in der Kirche.“ Da die Menschen hier viel spiritueller sind habe ich erwartet, dass man darauf sehr im Gottesdienst eingeht. Ich habe aber nie in den englischen Gottesdiensten auch nur ein Weihnachtslied gehört, geschweige denn den Satz: „Heute ist der X. Advent“. Das Fest bedeutet hier einfach bei weitem nicht so viel wie in Deutschland. (Dafür habe ich in einem Kinyarwanda-Gottesdienst die Melodie von „Stille Nacht“ wiedererkannt^^)

Von daher galt der Satz „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…“ eigentlich nur für die Muzungus, die Weißen, hier in Ruanda.

 

Kinderferinspiele oder wie Manuel tanzen lernte

Autor: Manuel | Datum: 19 Dezember 2012, 14:27 | Kommentare deaktiviert

In Deutschland habe ich ja öfters bei Kinderferienspielen mitgemacht – in den letzten Jahren dann als Mitarbeiter. Wie im Rundbrief schon erwähnt habe ich mir hier gedacht: Warum nicht mal wieder mitmachen – als Teilnehmer?

Meine ruandische Nachbarin, Jacki, arbeitet nämlich beim „National Museum“ und wusste, dass ich ruandisch tanzen lernen wollte. Darum hat sie mich mit zum Kinderferienprogramm „Holidays at Museum“ mitgenommen. Altersschnitt der Teilnehmer: 7-15. Größe der Teamer: Kleiner als ich Wink

Dort war ich dann für 2 Wochen jeden Morgen und habe echt spannendes über ruandische Traditionen gelernt. Am Anfang haben wir alles mitgemacht, bevor wir uns dann in Gruppen eingeteilt haben. Handwerklich gab es folgendes: Postkarten mit Mustern aus Bananenblättern beklebt, Armbänder binden und Töpfern.

Ich bin aber in die Tanzgruppe gegangen mit 7 anderen Jungs: Und wir haben einen der Tänze gelernt, den Krieger nach einem Kampf vor dem König getanzt haben – mit Speer und Schild, in traditioneller Kleidung und mit Kunsthaar auf dem Kopf!

Es war unglaublich schwer für mich das zu lernen, denn Rhythmen, Tanzschritte und –haltung sind komplett anders als alles, was ich bisher kannte. Ich hatte aber einen super Lehrer – Virgile – der sich echt Mühe gegeben hat und alles sehr verständlich beigebracht hat.

Das war bei den Proben

 

Bei den Proben. Im Hintergrund die 3 traditionellen Trommeln: Es wurde nur getrommelt und gesungen.

 

Insgesamt hat es total viel Spaß gemacht. Und letzten Sonntag dann das Highlight: Die Abschlussaufführung. Die Kinder waren alle unglaublich aufgeregt (ich irgendwann auch^^), aber es war echt gelungen. Als Gäste waren vor allem Eltern da – und die guests of honor waren aus der Miss Rwanda-Wahl die Plätze 1-3 Wink Und natürlich wurde vom Weißen erwartet eine Rede zu halten (auch wenn das eigentlich echt nicht so mein Ding ist), aber ich glaube es war ganz gelungen.

Die Abschlussfigur bei der Aufführung. Eigentlich sollte jeder selbstbewusst nach vorne gucken ;)

Unsere Abschlussfigur in traditioneller Kleidung: Speer, Schild, Rock, Lendenschurz, Scherpe und Kunsthaare

Hat sich jedenfalls sehr gelohnt – genau wegen solcher spontaner Aktionen und Lernerfahrungen bin ich hier Smile

(Mehr Bilder gibts in den Fotoalben)

 

Rundbrief 1

Autor: Manuel | Datum: 14 Dezember 2012, 14:54 | Kommentare deaktiviert

Ich habe letzte Woche meinen ersten Rundbrief veröffentlicht. Falls ihr ihn noch nicht bekommen habt, aber trotzdem interessiert seid, dann könnt ihr ihn hier herunterladen:

http://manuel.vem-freiwillige.de/resource/58/4617

Wenn ihr mögt, dann könnt ihr hier auch kommentieren, was ihr davon haltet.

 

Alltag IV | Neues zum Genießen

Autor: Manuel | Datum: 14 Dezember 2012, 14:31 | Kommentare deaktiviert

Letzte Woche habe ich ja viel von Essen geschrieben, das es hier nicht gibt. Dafür gibt es aber wunderbare andere, unglaublich leckere Dinge!

An erster Stelle stehen da wohl die Früchte. Mein absoluter Favorit: Eine richtig frische, reife und sehr süße Ananas. Das ist nicht vergleichbar mit den nachgereiften „Ananas“, die man in Deutschland bekommt. Echt lecker!

Ich zähle einfach mal auf, was es sonst noch so an Früchten gibt: Baumtomaten (habe ich vorher noch nie gegessen. Süß-Sauer und sehr lecker im Fruchtsalat!), Maracuja (der Favorit vieler anderer Deutscher. Gibt´s wohl auch in Deutschland – sei aber sehr teuer), Papaya, Orangen (gelb?!) und Mandarinen, Bananen (große wie bei uns, die deutlich mehr Geschmack haben; kleine, die eine super Portion für zwischendurch sind), Mangos uvm…

Auch das „Fastfood“ schmeckt hier unglaublich gut: Man bekommt in vielen, kleinen Läden Backwaren (Capati, Sambusa/Samosa, Amandazi etc). Das meiste davon ist triefend in Fett gebraten – echt ungesund – aber sehr lecker. Soll aus dem asiatischen oder arabischen Raum kommen.

Und Fleisch hat hier wirklich Geschmack. Man muss zwar echt Glück haben (sehr schwer!), dass es nicht zu zäh ist, aber dann schmeckt man wirklich auch Fleisch anstatt Salz, Geschmacksverstärker und Gewürzen, wie im Deutschen Massentierhaltungsfleisch.

Um mal nicht nur übers Essen zu reden: Man kann sich hier sehr günstig Sachen nähen lassen. Ich habe mir inzwischen eine Schlafanzughose aus ruandischen Stoffen und Schuhe (ähnlich FlipFlops, tragen hier viele) machen lassen. Das ist echt bequem!

Soviel erst mal dazu. Vermutlich wird mir das meiste und essentielle aber erst bewusst, wenn ich wieder in Deutschland bin…

 

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