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Der Markt

Autor: Manuel | Datum: 31 August 2012, 16:35 | Kommentare deaktiviert

Ich hätte nie gedacht, dass man in 6 Tagen so viel erleben kann. Das ist echt unglaublich! Ich fange mal an mit meinem Marktbesuch:

Dienstag bin ich das erste Mal alleine los zum einkaufen. Klingt komisch, in Deutschland kann man doch schon mit unter 20 alleine einkaufen?! Hier ist das nicht so einfach, zumindest für mich als neuen Eropäer. Ich bin also mit einer Einkaufstasche los zum Markt von Butare, ein nach außen unscheinbares, großes Haus. Drinnen verbirgt sich jedoch ein  (typisch) afrikanischer Markt und eine Flut von Sinneseindrücken, die auf mich einprasselt. Es fängt schon auf dem Weg dorthin an. Ich sehe Menschen, die Obst und Gemüse auf dem Kopf tragen. Auf total überladenen Fahrrädern wird Reis an mir vorbeigeschoben. Und viele Menschen gucken mich, den Muzungu, den Weißen, an. Das ist alles echt ungewohnt. Im eigentlichen Markt erwarten mich dann lange Tische mit einer großen Auswahl an leckerem Obst oder Gemüse von verschiedenen Verkäufern. Sobald ich an einem vorbei gehe werden mir Tomaten unter die Nase gehalten, Menschen drängen sich an mir vorbei und ich versuche mich irgendwie fortzubewegen – fast wie bei Konzerten, wenn man nach vorne gehen möchte ;) Hat man sich dann für eine Verkäuferin mit gut aussehender Ware entschieden, dann beginnt die eigentliche Herausforderung: Feilschen um den Preis – auf Kinyarwanda!! 

Ich zeige auf ein Bund Bananen „Ni amafaranga angahe?“ – Wieviel kostet das?

„Magana ane“ – 400 RWF.

„Oya, Magana atatu“ – Nein, 300 RWF!

„Hm, Yego“. Glück gehabt, sie sagt ja. Ihr seht, meine Kenntnisse sind echt nur sehr bescheiden, aber es hat gerade so gereicht. Vielen Dank an Angelique, dass du uns das beigebracht hast! Schön ist, dass mich die ruandischen Verkäuferinnen bisher nicht veräppeln wollten. Puh geschafft, zurück nach Hause.

Auf dem Weg werde ich wieder von vielen Menschen angeguckt. Daran kann ich mich echt noch nicht gewöhnen, das ist ein total komisches Gefühl. Total viel Aufmerksamkeit, aber wie gehe ich damit um??

Ich finde diese Art Markt übrigens viel sympatischer als deutsche Einkaufszentren, weil man viel mehr kommuniziert mit den Verkäuferinnen. Das ist mir deutlich angenehmer als das anonyme Einkaufswagen-Schieben zuhause.

Und so sieht dann der äußere Teil des Marktes aus. Links ist Mona.


Vielen Dank für die vielen Geburtstagswünsche! Ich habe den Geburtstag hier relativ bescheiden gefeiert, aber es war doch sehr schön! Die beiden anderen japanischen Freiwilligen waren die einzigen, die das wussten und haben mich sehr überrascht und einen schönen Tag daraus gemacht!

Danke auch für die Kommentare hier im Blog – nur dadurch weiß ich, dass er gelesen wird! Also kräftig weiter kommentieren, wenns euch gefällt!

 

Ankunft - erste Eindrücke

Autor: Manuel | Datum: 26 August 2012, 22:43 | Kommentare deaktiviert

Jetzt bin ich hier, in Butare. Irgendwie ist das ganze immer noch unwirklich, irreal. Hier ein Jahr bleiben? Über so eine Frage kann ich gar nicht nachdenken, das ist mir zu abstrakt.

Auf jeden Fall bin ich sehr gut angekommen. Der Abschied war zwar schwer, der Flug dafür schön und die Autofahrt hierhin ein wahnsinniges Erlebnis, im wahrsten Sinne des (Vor-)Wortes: Ruandische Fahrer scheinen wie bei schlechten Autorennspielen Punkte zu bekommen, wenn sie möglichst nah und schnell an Fußgängern vorbeifahren. Außerdem ist es in Mode Fernlicht dauerhaft anzuhaben oder spätestens dann anzumachen, wenn man Gegenverkehr sieht, der auch Fernlicht an hat – nach dem Motto: Mein Licht ist heller!

 (weiter)

 

2 Wochen - Der Countdown läuft!

Autor: Manuel | Datum: 13 August 2012, 17:07 | Kommentare deaktiviert

In knapp 2 Wochen gehts los. Viele fragen mich in letzter Zeit: "Schon aufgeregt?" "Hast du Angst oder freust du dich?" "Wie gehts dir damit?" Und irgendwie weiß ich nie, was ich antworten soll, denn ich fühle nichts in die Richtung, ich hab das einfach noch nicht realisiert. Mir ist noch nicht klar, was genau das für Konsequenzen hat, 1 Jahr weggehen, irgendwie ist das zu unwirklich.

Das einzige, was ich spüre ist ein bisschen Stress, denn die Tage fliegen so dahin und ich hab das Gefühl noch ganz viel machen zu müssen. Ich will irgendwie alles auf einmal: Familie genießen, Freunde treffen, Abschied nehmen - und vorbereiten. Das ist wahrscheinlich das zeitaufwändigste, denn mein Zimmer muss aufgeräumt werden ;) und es muss viel bürokratischer Krams gemacht werden. Es ist schon jetzt eine erste Herausforderung das alles zu managen - mal sehen ob es gut klappt!

Es würde mich freuen, wenn ihr mich hier im Blog weiter begleiten würdet.

Euer Manuel